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Klarheit

An dir arbeiten. Ohne den Verstand an der Garderobe abzugeben.

12.8.20266 min Lesezeit

Selbstentwicklung. Bei dem Wort geht bei dir vermutlich erstmal die Augenbraue hoch. Meine auch. Dabei willst du dasselbe wie die meisten klugen Köpfe: an dir arbeiten, ohne deinen Verstand abzugeben.

An dir arbeiten. Ohne den Verstand an der Garderobe abzugeben.

Selbstentwicklung.

Bei dem Wort geht bei dir vermutlich erstmal die Augenbraue hoch.

Klingt nach großen Gefühlen und wenig zum Anfassen. Nach Leuten, die dir erklären wollen, wie du zu ticken hast.

Meine Augenbraue geht mit hoch. Also sind wir schon mal zu zweit.

Dabei willst du dasselbe wie die meisten klugen Köpfe. An dir arbeiten, ohne deinen Verstand abzugeben. Etwas, das sich überprüfen lässt. Etwas, das dich ernst nimmt.

Gibt es. Ist nur schlechter vermarktet als der Rest.

Woran du merkst, ob ein Ratschlag etwas taugt

Es gibt einen simplen Prüfstein. Der kommt direkt aus meinem Job.

Lässt sich das morgen früh überprüfen?

Ein guter Ratschlag beschreibt dir etwas, das du tun und danach kontrollieren kannst. Lass die Anfrage einen Tag liegen, bevor du zusagst. Machst du. Und am nächsten Tag weißt du, ob es etwas gebracht hat.

Ein Rat, der sich im Moment gut anfühlt und dir hinterher keine Handlung hinterlässt, war für deinen Kopf schlicht zu dünn.

Nimm das als Filter für dich, nicht als Urteil über andere Wege. Kein Aha ohne überprüfbare Handlung.

Was diese Art von Arbeit an dir ausmacht

In meinem Beruf als Auditorin gilt ein Grundsatz, der hier eins zu eins passt.

Bewertet wird nur, was sich belegen lässt.

Läuft gut zählt in keinem Audit. Nicht solange keiner zeigt, woran man das sieht. Diese Denkweise auf ein Leben anzuwenden, ist der ganze Trick. Ich nenne es das Lebens-Audit.

Drei Merkmale, an denen du erkennst, dass etwas zu einem analytischen Kopf passt:

  1. Es stellt dir eine konkrete Frage, statt dir eine fertige Wahrheit zu reichen.
  2. Es liefert ein überprüfbares Ergebnis. Du merkst in Tagen, ob sich etwas bewegt.
  3. Du bleibst der Chef. Niemand kennt dich besser als du. Eine gute Begleiterin stellt die Fragen. Die Antworten gehören dir.

Der Filter für alles, was dir noch begegnet

Drei Fragen. Halte jeden Tipp, jede Methode, jedes Angebot dagegen:

  • Ist es überprüfbar? Siehst du in einer Woche, ob es wirkt?
  • Bleibt die Entscheidung bei mir? Oder soll ich einfach glauben?
  • Kostet es mich Ehrlichkeit? Gute Arbeit an dir selbst ist unbequem, weil sie ehrlich ist.

Drei Ja, und die Sache hat Substanz. Ein Nein, und du sparst dir Zeit und Geld.

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